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Sehenswürdigkeiten auf Kuba
Jahrzehntelang blieb Kuba dem Tourismus wegen der politischen Situation auf dem Inselstaat verborgen. Die Sehenswürdigkeiten der Perle der Karibik blieben unentdeckt. Das änderte sich erst, als sich die Lage nach der Revolution entspannte und Kuba sich dem Westen wieder öffnete. Heute zählt der Fremdenverkehr zu den wirtschaftlichen Standbeinen des Landes.
Bei den Sehenswürdigkeiten muss die Hauptstadt Havanna an erster Stelle genannt werden. Hier pulsiert das Leben. Mehr als zwei Millionen Einwohner sind hier zu Hause. Im Zentrum der Stadt - in der Altstadt La Habana Vieja - scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Aus der Zeit der spanischen Herrschaft stammen noch unzählige klassizistische und barocke Bauwerke. Aufgrund ihrer Ursprünglichkeit hat die UNESCO die Altstadt 1982 zum Weltkulturerbe ernannt. Seitdem wird überall rekonstruiert und renoviert. Eine eigene "Stadt" aus riesigen Monumenten aus Marmor und Granit ist Cristobal Colon, der Friedhof Havannas. Der Stadtteil Vedado dagegen lässt den sozialistischen Größenwahn erkennen. Er beherbergt Hochhäuser des sowjetischen Musters. Bekannt durch zahlreiche Filme ist der Flanierboulevard Malecon direkt am Meer mit seinen verfallenen aber auch vielen restaurierten Häusern. Und überall sind die alten, liebevoll gepflegten amerikanischen Straßenkreuzer zu sehen - ebenfalls Relikte aus einer ganz anderen Zeit. Das neue und stets gepflegte Havanna gibt es auch. Es ist im Stadtteil Miramar zu sehen.
Die UNESCO hat aber nicht nur Havanna unter Schutz gestellt. Auch Trinidad, die kleine Kolonialstadt an der Südküste, wurde 1989 zum Weltkulturerbe ernannt. Das historische Viertel der Altstadt mit seinen uralten Kopfsteinpflaster-Straßen gab den Ausschlag dafür.
Was wäre Kuba ohne seinen Tabak, ohne seine weltbekannten Zigarren?
Westlich Havannas, in der Provinz Pinar del Rio, wird die ausgezeichnete Pflanze vor allen Dingen geerntet und verarbeitet. Hier gibt es außerdem die Mural de Prehistoria, eine Felswand mit prähistorischen Gemälden, ein Naturschutzgebiet, riesengroße Höhlen in roter Erde und mit Pflanzen überwachsene Felsen.
Zu den viel besuchten Städten der Insel zählt auch Santiago im Südosten mit seinen zahllosen engen Straßen, den sehenswerten Plätzen, den Kirchen und der Festung San Pedro del Morro zirka zehn Kilometer vor der Stadt direkt an der Bucht. In diesem Castillo kann das Museum der Marine besucht werden.
Wer nicht unbedingt der Kultur wegen nach Kuba reist, auf der Karibik-Insel vielmehr "nur" den Strandurlaub genießen möchte, wird in Varadero bestimmt ein Hotel finden.
Der größte Urlaubsort auf einer Halbinsel ist vor allen Dingen wegen seines einmaligen Traumstrands bekannt. Ganz in der Nähe kann das Indianerdorf Guama besichtigt werden, das wiederaufgebaut wurde.